Das Museum

Das Museum der Fremdenlegion befindet sich in Aubagne, auf dem Gelände des Hauptquartiers der Fremdenlegion, ist jedoch auch von außerhalb der Kaserne zugänglich und kann daher jederzeit während der Öffnungszeiten besucht werden:
Täglich außer Montags von 10:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr.
Hinweis für Besucher: Das Fotografieren der Exponate mit Blitzlicht ist NICHT gestattet! Eintritt kostenlos!

Museumsgebäude, kasernenseitige Ansicht mit dem Monument aux morts ©Legion Etrangere/COMLE

Neben diesem Museum existiert noch ein zweites, kleineres, Museum in Puyloubier auf dem Gelände der I.I.L.E., welches über mehrere Jahre aufwändig renoviert/restauriert wird und eine Außenstelle des Museums in Aubagne ist. Die Wiedereröffnung ist für Sommer 2027 geplant. Dort werden die Uniformen der verschiedenen Einheiten der Fremdenlegion über die Epochen seit ihres Bestehens hinweg ausgestellt. Im „Hauptmuseum“ in Aubagne, welches 2013 umfangreich renoviert wurde, erwartet den Besucher eine vollumfängliche Ausstellung, die von Zeit zu Zeit umgestaltet wird, so dass auch mehrmalige Besuche in größeren Zeitabständen lohnenswert sind. Die Sammlung besteht aus ca. 20.000 Exponaten, wovon jeweils ca. 2.000 ausgestellt sind. Das Personal des Museums wird von aktiven Legionären der C.S.L.E. des 1er R.E. gestellt. Seit 2024 trifft man dort auch einen deutschen Caporal-Chef an, der seinen Dienst im Museum versieht.

Unterhalb sehen Sie Fotos einiger Exponate aus der Ausstellung 2025

Mannschaftstransporter VAB aus Holz nachgebildet
Modell des Mannschaftstransporters „Pasteur“ (ehem. „Bremen“) mit der Legionäre bis 1954 nach Indochina verschifft wurden
Alle Bilder ©LaLegion-Info
Eingangsbereich und Boutique

Unterhalb sehen Sie den „zivilen“ Eingangsbereich zum Museum, der außerhalb des Kasernengeländes liegt. Dort im Foyer befindet sich auch eine kleine Boutique, in der man neben verschiedensten Artikeln rund um die Fremdenlegion auch die berühmten Weine der Legion aus Puyloubier erwerben kann.

Eingangsbereich
Die Hand von Capitaine DANJOU

Im Museum befindet sich auch die „Reliquie“ der Fremdenlegion: Die hölzerne Hand von Capitaine DANJOU aus dem Gefecht vom Camerone (Mexico) 1863, welche nur einmal im Jahr das Gebäude verlässt, unter Bewachung von 1 Unteroffizier und 3 bewaffneten Legionären. Diese eine Gelegenheit ist der 30. April eines jedes Jahres, der Gedenktag zum Gefecht von Camerone. Die Hand wird dann in einer kleinen Glasvitrine im Rahmen der Parade zum Camerone-Tag im Quartier von einem „Träger“ (Porteur de la main) und zwei Begleitern (Accompagnateurs) präsentiert. Der Träger und Begleiter werden sehr sorgfältig ausgewählt. Es handelt sich dabei in aller Regel um längst pensionierte, hochdekorierte, Offiziere und/oder Unteroffiziere der Fremdenlegion, seltener um noch aktive Legionäre. Im Jahr 2014 war der in der Legion sehr bekannte Lieutenant-Colonel Zlatko SABLJIC (näheres weiter unten) der Träger der Hand und im Jahr 2023 der ehem. Militärpfarrer Pére Yannick LALLEMAND, der 1978 mit dem 2e R.E.P. auf Kolwezi sprang. Auch mehreren Deutschen wurde in den letzten Jahrzehnten die große Ehre zuteil, als Porteur oder Accompagnateur ausgewählt zu werden. Zuletzt war im Jahr 2025 der seinerzeit schon 95jährige Adjudant (e.r.) Alfred BROSCH einer der Accompagnateurs. Der letzte deutsche Porteur war im Jahr 2020 der Adjudant-Chef (e.r.) Gerald ENDE.

2014: Porteur LCL (e.r.) Zlatko SABLJIC (mitte)
Accompagnateurs: MAJ Christobal PONCE Y NAVARRO (links)
LEG Joaquin CABRITA DA SILVA (rechts) ©COMLE

Lieutenant-Colonel (LCL) SABLJIC war ein Paradebeispiel für die Auswahl eines Porteurs der Hand von Capitaine DANJOU. Insgesamt 38 Jahre Dienstzeit in der Fremdenlegion, vom einfachen Legionär bis zum Lieutenant-Colonel (Oberstleutnant) hochgedient, Teilnahme am Kolwezi-Einsatz 1978 als Sergent, weiter befördert durch die Unteroffiziersränge bis zum Major (in Frankreich Unteroffiziersdienstgrad = Oberstabsfeldwebel) incl. Teilnahme an zahlreichen Einsätzen u.a. in Ex-Jugoslawien und Afrika. 1993 zum Leutnant befördert und Dienst im 2e R.E.P., später als Hauptmann (Capitaine) Kompaniechef der C.C.S. im 2e R.E.P. und der Transitkompanie beim G.R.L.E. in Paris, später Chef der dortigen „Rekrutierungszone-Nord“. Nach der Beförderung zum Commandant (Major) im Jahr 2003 zwei Jahre Dienst bei der 13e D.B.L.E. in Dschibuti, anschließend im Stab des Oberkommandos der Fremdenlegion in Aubagne. 2009 zum Oberstleutnant befördert, übernahm er sein letztes Auslandskommando, als Kommandeur eines SGTIA (Sous-Groupement Tactique Interarmes), zu deutsch etwa einer halben taktischen Kampfgruppe (etwa 450-500 Mann) in der Elfenbeinküste. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2012 übernahm er direkt die Leitung des Veteranenwohnheims der Fremdenlegion in Auriol, das seinerzeit noch von einem zivilen Träger- und Betreiberverein betrieben wurde. In dieser Funktion verstarb er leider viel zu früh im Alter von 65 Jahren im Jahr 2020.

Der Salle d’honneur / Ehrensaal

Neben seinem eigentlichen Zweck dient das Museum auch der Ausbildung junger Legionäre hinsichtlich der Geschichte der Fremdenlegion. Weiterhin befindet sich dort der Salle d’honneur (Ehrensaal) des Hauptquartiers und somit auch des 1er Regiment Etranger. Dieser Ehrensaal wird für repräsentative Zwecke genutzt, etwa die feierliche Vertragsübergabe an junge Legionäre nach dem Auswahlverfahren, Ordensverleihungen, oder Sitzungen des Oberkommandos der Fremdenlegion mit übergeordneten Dienststellen, wie dem CEMAT (Stabschef des Heeres) oder dem CEMA (Generalstabschef der französischen Armee)

Salle d’honneur – ©COMLE
Abteilung Puyloubier

In einem repräsentativen Chateau auf dem Gelände der I.I.L.E. in Puyloubier befindet sich das Uniformmuseum der Fremdenlegion, dessen Wiedereröffnung nach mehrjähriger aufwändiger Restaurierung von Teilen des Gebäudes und Teilen der Exponate für den Sommer 2027 geplant ist. Das Museum ist eine Außenstelle des Museums in Aubagne und wird von dort aus verwaltet. Es werden Uniformen der Fremdenlegion aus den verschiedensten Epochen und den verschiedensten Einsatzgebieten (von der Sahara, über Mexico bis Norwegen) aus den Jahren 1831 bis 1968 ausgestellt, die ursprünglich aus Privatbesitz stammen und von der Legion erworben wurden. Ein Besuch des Uniformmuseums sollte ab 2027 Pflicht für jeden Besucher der I.I.L.E. sein.

Gebäude des Uniformmuseums auf dem Gelände der I.I.L.E. ©LaLegion-Info
Museum der Fremdenlegion in Deutschland

Ein weiteres Legions-Museum befindet sich in Deutschland, im mittelfränkischen Schillingsfürst, im Schloss des Fürsten Constantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Das Museum ist kein offizielles Museum der Fremdenlegion, jedoch von der Fremdenlegion als einziges Legions-Museum außerhalb Frankreichs offiziell anerkannt. Es bestehen auch enge Kontakte zwischen dem Museum der Legion in Aubagne und dem Museum Schillingsfürst. Zum einen gilt das dort 1794 durch französische Royalisten im Exil als solches aufgestellte „Regiment Hohenlohe“ (durch die Zusammenlegung der Regimenter Hohenlohe-Schillingsfürst und Hohenlohe-Bartenstein, beide 1792 aufgestellt) ab 1814, als es offiziell in französische Dienste trat, als Vorläufer der 1831 gegründeten Fremdenlegion. Zum anderen waren ehemalige deutsche Fremdenlegionäre, hauptsächlich aus Stuttgart, Nürnberg und Mannheim, maßgeblich an dem Aufbau und der Eröffnung des Museums im Jahr 2015 beteiligt. Die Exponate wurden hauptsächlich in Kreisen ehem. deutscher Legionäre zusammengetragen und zwar in einer Anzahl, die es unmöglich macht, sie alle zeitgleich auszustellen. Auch die Fahnen vieler ehemaligen, mittlerweile aufgelösten deutschen Amicalen (Ehemaligenverbände) haben ihren Platz ab 2015 dort gefunden, nachdem sie in den Jahren zuvor an das Museum in Aubagne übergeben worden waren. Seit 2015 findet auch das sog. Präsidententreffen (Vorstandstreffen) der deutschen Amicalen und der Amicale Wien in Schillingsfürst 1mal im Jahr, in der Regel im Juni, statt. Zu diesem Anlass reisen auch viele weitere Mitglieder der Amicalen mit Ehefrauen/Parterinnen, teilweise auch aus dem Ausland, an, um am Rahmenprogramm teilzunehmen. Auch von der „ativen Legion“, sowie vom Dachverband der Amicalen F.S.A.L.E. aus Paris, sind in der Regel Vertreter vor Ort.

2015 angebrachte Gedenktafel ©LaLegion-Info

Das Museum Schillingsfürst ist von April bis Ende Oktober besuchbar


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