4° R.E.

Aufgestellt ursprünglich 1920 in Marrakesch/Marokko – Standort seit 1986: Quartier Capitaine Danjou in Castelnaudary / Südfrankreich – Regimentsstärke (2026): 500 Mann ständiges Personal, sowie auf das Jahr verteilt zwischen ca. 1.700 und 2.100 Legionäre in der Grundausbildung oder Weiterbildung  
Regimentskommandeur (seit 2025):
Colonel Jean-Hugues DELHUMEAU


Die Mannschaftsstärke des 4ème R.E setzt sich wie folgt zusammen:

– 500 Mann ständiges Personal (Permanentes, davon etwa 40 Offiziere, 170 Unteroffiziere und 290 Mannschaftsdienstgrade) incl. einer Reservekompanie für die Teilnahme an den Anti-Terror-Programmen Vigipirate und Sentinelle

– 1.200 bis 1.600 Engages Volontaires (neue Rekruten in der Grundausbildung á 4 Monate – jährlich)

– Etwa 500 Stagiaires pro Jahr, Legionäre auf Caporaux- und Sergentenlehrgang, Gruppenführer-Lehrgängen, sowie Lehrgängen zur fachspezifischen Aus- und Weiterbildung – Lehrgangsdauer unterschiedlich, je nach Lehrgangsziel 2 bis 4 Monate. Teilweise absolvieren Legionäre auch 2 Lehrgänge direkt hintereinander, z.B. den Sergentenlehrgang und den Lehrgang „Gruppenführer-Infanterie“

Das 4ème Régiment Etranger (4ème R.E.) wurde am 15. November 1920 in Marokko aufgestellt und bis 1940 vor allem zur „Befriedung“ des unter französisch-spanischem Protektorat stehenden Landes eingesetzt, bevor es zwischenzeitlich aufgelöst wurde. Ab der Wiederaufstellung 1946 wurde das Regiment dann nach Tunesien verlegt und Teile davon auch nach Indochina. Die Bezeichnung des Regiments war seinerzeit (ab 1948) 4ème Régiment Etranger d’Infanterie (4ème R.E.I.) Nach dem Ende des Indochinakrieges im Jahre 1954 war das Regiment bis Anfang 1957 zunächst in Marokko stationiert und wurde dann nach Reggane (Algerien) an die algerisch-tunesische Grenze verlegt und am 30. April 1964 schließlich aufgelöst. Dadurch wurde zeitweilig das 2ème R.E.I. der Wächter und Behüter der Traditionen des 4ème R.E.I. Im Jahre 1977 schliesslich wurde in Castelnaudary das „Régiment d’Instruction de la Légion étrangère“ (R.I.L.E.) aufgestellt, welches am 1. Juni 1980 in 4ème Régiment Etranger (4ème R.E.) umbenannt wurde und somit seine alte Fahne und auch seine Traditionen wieder übernahm. Das 4ème R.E., bzw. das R.I.L.E. übernahm 1977 die Aufgaben der Grundausbildung (Instruction) und Fortbildung / Spezialausbildung (Instruction des cadres et spécialistes) des zuvor in den Stützpunkten Bonifacio (Instruction) und Corté (Instruction des cadres et spécialistes) auf Korsika stationierten G.I.L.E. (Groupement d’Instruction Légion Étrangère).  Nachdem das Regiment zunächst in der Caserne Lapasset untergebracht war, bezog es 1986 seine heutige Kaserne, das Quartier Capitaine Danjou.

Hauptkomplex der Kaserne mit Wache

Die Grundausbildung ihrer Freiwilligen (Engagés Volontaires, „EVs“) sowie die Weiterbildung ihrer Legionäre und Unteroffiziere hat die Fremdenlegion -bis auf wenige, spezielle Ausnahmen- schon seit jeher in eigener Verantwortung betrieben, daher besteht daraus auch die einzige, allerdings sehr anspruchsvolle Aufgabe des 4ème Régiment Etranger. So schließen jährlich zwischen etwa 1.200 und 1.600 neu rekrutierte ausländische Freiwillige dort ihre 4 Monate dauernde Grundausbildung ab. In den Jahren 2015 bis 2017 stieg diese Zahl aufgrund der Aufstockung der Legion auf eine insgesamte Plansollstärke von rund 10.000 Mann auf bis zu 1.800 pro Jahr. In den Jahren 2018-2020 bewegte sich die Zahl eher am unteren Bereich des Spektrums, bei 1.300-1.400 Mann. 2021 und 2022 war sie wieder deutlich ansteigend. So war für das Jahr 2022 die Rekrutierung von 1.700 neuen Legionären vorgesehen, wodurch allerdings lediglich die Abgänge (Rente/Vertragsende) kompensiert werden, die Mannschaftsstärke der Legion also insgesamt gleich bleibt. Im Jahr 2026 sollen 1.200 Mann rekrutiert werden. Während der 4 Monate Grundausbildung wird den jungen Rekruten auf sehr intensive Weise ein solider Grundstock an militärischer, teilweise auch legionsspezifischer Ausbildung und Disziplin, sowie ein etwa 400 Vokabeln umfassender Stamm der französischen Sprache vermittelt. Die in Castelnaudary angeeigneten Fähigkeiten werden dann später -wenn der junge Legionär seinem Stammregiment zugeteilt ist- dort weiter vertieft. Einen wesentlichen Teil der Grundausbildung nimmt auch das Heranführen der Rekruten an die Bräuche und Traditionen sowie das Erlernen von Liedern der Fremdenlegion ein. 

Ebenso werden im 4ème R.E. jährlich etwa 500 (in 2015 und 2016 etwa 750) Legionäre aus den verschiedenen Einheiten der Legion weitergebildet und/oder auf ihre eventuell folgende Beförderung vorbereitet. Desweiteren werden in Castelnaudary Unteroffiziere aus allen Regimentern der Legion für ihre weiteren Aufgaben und Einsätze bei den diversen Einheiten der Fremdenlegion auf der ganzen Welt geschult.

Mit seiner Bewerbung um die Aufnahme in die Fremdenlegion bei einem der verschiedenen Rekrutierungsposten der Legion in Frankreich und einer ersten anfänglichen physischen und psychischen Überprüfung bei den Vor- und Hauptauswahlzentren in Paris und Aubagne hat ein Freiwilliger noch keineswegs die Berechtigung, sich „Fremdenlegionär“ zu nennen und somit das „Képi blanc“ zu tragen. Denn zwischen dem „Anklopfen“ bei einem Rekrutierungsposten und dem Abschluss der Grundausbildung ist ein Rekrut immer noch ein „Engagé Volontaire“ (kurz: EV = ein sich freiwillig Verpflichtender). Das Recht zum Tragen des „Képi blanc“ und somit den Status als Fremdenlegionär bekommt der EV erst nach seiner Grundausbildung im 4ème R.E. und 2 traditionellen, mindestens 60 und 120 Kilometer langen Orientierungsmärschen (über mehrere Tage verteilt). Es handelt sich zum einen um den mindestens 60 KM langen „marche képi blanc“ (Képi blanc Marsch) in der ersten Hälfte der Grundausbildung (zum Abschluß des Ausbildungsteils auf den Farmen) in den westlichen Ausläufern der Pyrenäen in der Umgebung von Castelnaudary und zum anderen um den noch anspruchsvolleren RAID-Marsch über mindestens 120 KM. Es können in beiden Fällen auch mal 10-15 KM mehr werden.

Mehrere Wochen der Grundausbildung finden auf einer sog. „Farm“ statt. Jede der Grundausbildungskompanien des 4e R.E. verfügt über eine eigene Farm, welche alle in der Umgebung von Castelnaudary liegen. So ziemlich jeder Legionär beschreibt den Ausbildungsteil auf der Farm als den mit Abstand härtesten Teil der Grundausbildung. Hier trennt sich noch einmal die Spreu vom Weizen, indem der eine oder andere E.V. hier seine Ausbildung abbricht und ins Zivilleben zurückkehrt.

Die Farmen im Einzelnen:

1. Grundausbildungskompanie (1er C.E.V. – Compagnie Engages Volontiares): Ferme „Bel Air“
2. Grundausbildungskompanie (2e C.E.V.): Ferme „Le Cuin“
3. Grundausbildungskompanie (3e C.E.V.): Ferme „Le Raissac“
Weiterbildungskompanie (C.I.C. – Compagnie d’Instruction des Cadres): Ferme „Bertrandou“

Im Anschluss an den Kepi-Blanc Marsch wird dann dem erfolgreichen Absolventen in einer feierlichen Zeremonie (remise de Képi blanc) sein während der bisherigen Grundausbildung verdientes „Képi blanc“ überreicht, welches die ganze Section unter dem Aufsagen des während der entbehrungsreichen Grundausbildung erlernten „Ehrenkodex“ der Fremdenlegion aufsetzen darf. Zu dieser Zeremonie kann der junge Legionär auch Gäste (Eltern, Geschwister…) einladen. Teilweise findet die remise de Kepi Blanc auch in Rahmen anderer Feierlichkeiten, z.B. im Invalidenheim der Legion (I.I.L.E.) in Puyloubier statt, wo dann auch die dort lebenden Veteranen an der remise teilnehmen und teilweise auch eine Abordnung der MLE (Musikcorps der Fremdenlegion) aufspielt. Wirklich „Legionär“ werden die Rekruten jedoch erst zum Ende der Grundausbildung, deren Schlusspunkt der RAID-Marsch setzt. Erst mit Bestehen dieses Marsches ist die Grundausbildung bestanden und der bisherige Rekrut wird zum „Legionnaire de 2eme Classe“ (vergleichbar mit dem „Schützen“, „Grenadier“, „Jäger“ usw. bei der Bundeswehr).

Junge Legionäre der 3e C.E.V.

Der nunmehrige „Legionnaire de 2eme Classe“ wird administrativ für einige Tage zurück ins 1er Regiment Etranger nach Aubagne (auch „Mutterhaus der Legion“ genannt) versetzt, wo er seinen „Marschbefehl“, also die Versetzung in sein zukünftiges Stamm-Regiment erhält, in dem er die nächsten Jahre Dienst tun wird, bis ggf. eine Versetzung in ein anderes Regiment oder eine sog. „Sejour“, ein  3jähriger Aufenthalt in einem der zwei Übersee-Regimenter in Französisch-Guyana (3e R.E.I.), bzw. auf der Insel Mayotte (D.L.E.M.) ansteht.

Caporal- und Sergentenlehrgang

Wie schon erwähnt übernimmt das 4ème R.E. neben der  4monatigen Grundausbildung auch die grundlegende Weiterbildung der Legionäre zur Befähigung der  Erlangung der Dienstgrade Caporal und Sergent, sowie der Funktion des „Chefs de Groupe d’Infanterie blindée“ (Gruppenführer mechanisierte Infanterie) .
Die Lehrgänge, die für höhere Unteroffiziersdienstgrade (ab Adjudant) oder weitergehende Verwendungen als Führer größerer Teileinheiten (Zugführer – Chef de Section, Dienstgrad min. Sergent-Chef) Voraussetzung sind, finden gemeinsam für Legionäre und Angehörige des „regulären“ Heeres in Einrichtungen des Heeres (Armee de Terre) außerhalb der Legion statt, z.B. für Angehörige von Luftlandeeinheiten, damit auch für die entsprechenden Dienstgrade der Fallschirmjäger-Legionäre des 2e R.E.P., an der Ecole des troupes aéroportées (E.T.A.P.) in Pau. Weitere externe Ausbildungsstätten sind z.B. die Ecole militaire de haute montagne (E.M.H.M.) für Hochgebirgseinheiten in Chamonix, damit auch für Unteroffiziere des 2e R.E.G. und ggf. der 2e Compagnie des 2e R.E.P., sowie die Pionierschule, Ecole supérieure d’application du génie (E.S.A.G.), in Angers, für Angehörige der Pioniereinheiten des 1er und 2e R.E.G.  

Unteroffizierslehrgang (FG1) aus Castelnaudary beim Besuch des Maison du Legionnaire in Auriol

Für die o.g. selbst durchgeführten Weiterbildungen ist im 4ème R.E. die 4e C.I.C. (Compagie de instruction de cadres) verantwortlich:

– Caporals-Lehrgang F1 (8 Wochen) und F2 – Befähigung zum Chef de Equipe (Truppführer)

– Sergenten-Lehrgang FG1 (15 Wochen) und FG2

– Infanterie-Gruppenführer-Lehrgang (10 Wochen). Dieser Lehrgang schliesst sich ggf. dem Sergenten-Lehrgang an. Den Lehrgang für die „Chefs de Groupe d’Infanterie blindée“ (Gruppenführer mechanisierte Infanterie) absolvieren Sergenten der Kampfkompanien , sowie Caporaux-Chefs der Kampfkompanien, die für eine Verwendung als Gruppenführer vorgesehen sind.

– Sergenten-Kurz-Lehrgang (2 Wochen).
Für diesen Lehrgang werden ausgesuchte, altgediente Caporaux-Chefs nominiert (sog. Caporaux-Chefs Kepi Noir, welche sich das Recht erworben haben -obwohl Mannschaftsdienstgrad- das schwarze Kepi der Unteroffiziere tragen zu dürfen – früher möglich nach 15 Jahren Dienstzeit, heute nach 20 Jahren), die aufgrund ihrer langen und tadellosen Dienstzeit  zum Sergenten befördert werden. Die Verleihung des Grades Sergent erfolgt quasi ehrenhalber.

Es existieren neben dem herkömmlichen Caporals- und Sergenten-Lehrgängen F1, bzw. FG1 noch Caporals- und Sergenten-Lehrgänge F2 und FG2, die weniger anspruchsvoll hinsichtlich der körperlichen Belastung sind.

Der Caporals-Lehrgang F2 wird idR. von Legionären absolviert, die weder für die Unteroffizierslaufbahn vorgesehen sind, noch für eine Kampfkompanie, die aber dort wo sie eingesetzt sind (meist Versorgung, Logistik, Verwaltung, Infrastruktur) einen „guten Job“ machen. Problem dieser Legionäre ist, dass sie die Legion nach spätestens 6 Jahren verlassen müssen, wenn sie bis dahin nicht den Grad Caporal innehaben. Daher gibt man diesen „leistungsschwächeren“, aber ansonsten zuverlässigen und tadellosen Legionären die Chance, über den Caporalslehrgang F2 ihren Verbleib in der Legion zu sichern.

Der Sergenten-Lehrgang FG2 wird von Caporaux und Caporaux-Chefs absolviert, die (ebenfalls) nicht für die Verwendung in einer Kampfkompanie vorgesehen sind, sondern z.B. im Stab, der allgemeinen Verwaltung, der Versorgung, Logistik, Instandhaltung oder dem Musikcorps eingesetzt werden. Auch in diesen Einheiten gibt es aber natürlich Sergenten mit dem FG1-Lehrgang, welche grds. jederzeit als Gruppenführer in eine Kampfsection/-compagnie versetzt werden können.

Das 4ème R.E. wird aus sieben Kompanien gebildet: 


– Compagnie de Commandement et de Services (C.C.S.)
 Stabs- und Kommandokompanie, die auch die Dienste für den reibungslosen internen Regimentsablauf stellt (Verwaltung usw.)

– 3 Compagnies d’Engagés Volontaires
(1er bis 3ème C.E.V. = Freiwilligen-Ausbildungskompanie)
die Grundausbildungskompanien für neue Legionäre (Grundausbildungsdauer = 4 Monate)

– Compagnie d’Instruction des Cadres (C.I.C. – 4e Compagnie)
verantwortlich für die Truppführerlehrgänge (Caporal – Chef de Equipe) sowie den Unteroffizierslehrgang für angehende Sergenten.  Außerdem für den Lehrgang „Chef de Groupe d’Infanterie blindée“ (Gruppenführer mechanisierte Infanterie) sowie den „Sergenten-Kurzlehrgang“ (Erklärung – siehe ein Textblock oberhalb)  

– Compagnie d’Instruction des Spécialistes (C.I.S. – 5e Compagnie) 
Diese Kompanie bildet Legionäre in speziellen Bereichen weiter, die in der Legion besonders gefragt sind/gebraucht werden (Näheres dazu etwas weiter unten). Der Kompanie ist ferner das Centre d’instruction et d’entraînement à la conduite (CIEC) angeschlossen, die zentrale Fahrschulausbildung der Legion. In diesem Bereich werden auch zukünftige Fahrlehrer ausgebildet.

– Compagnie (de Reserve – 6e Compagnie)
Die aus 100 Mann bestehende Reservekompanie wurde am 19.11.16 im Quartier Capitaine Danjou in Dienst gestellt. Sie übernimmt die Traditionen der ehemaligen 6ème Compagnie Portee (motorisierte Infanterie) des 4èmeR.E.I., welche bis zur Unabhängigkeit Algeriens dort und zuvor in Marokko im Einsatz war. Die Reservekompanie ist hauptsächlich für den Einsatz im Rahmen der Mission Sentinelle vorgesehen (Bewachung öffentlicher Gebäude, Bahnhöfe, Flughäfen usw. sowie touristischer Ziele in den Großstädten)

Die Compagnie d’Instruction des Spécialistes – C.I.S.

Die 5. Kompanie, Compagnie d’Instruction des Spécialistes, kurz: C.I.S. ist zuständig für die fachspezifischen Ausbildungen im militärischen Bereich, wie Feuerwerker/Sprengstoffspezialisten, Drohnenpiloten usw., aber auch in zivilen und zivil-militärischen Berufen wie z.B. Sanitäter, Informatiker, Funker (Kommunikationstechnik), Instandsetzung (KFZ-Mechatroniker usw.), sowie auch z.B. Köche, Restaurantfachleute, Fotografen oder Bürokaufleute, Buchhalter, um nur eine Auswahl zu nennen.

Militärpolizei / Patrouille de la Legion Etrangere

Ferner findet auch die Ausbildung der „Militärpolizei“ der Fremdenlegion (Patrouille de la Legion Etrangere – PLE) in dieser Kompanie statt. Bis 2011 verfügte die Fremdenlegion über eine ganz reguläre „Police Militaire“ (P.M.), ohne grds. Unterschied zu allen anderen Armee-Einheiten in Frankreich. Das Personal wurde von der Legion gestellt. Die P.M. hatte weitgehende polizeiliche Befugnisse bis hin zur Strafverfolgung, offiziell auch einheitsübergreifend (de facto war die P.M. der Legion schon immer auf Legionseinheiten beschränkt). Heute ist die P.M. in der Gendarmerie Nationale Frankreichs aufgegangen, einer militär-ähnlich organisierten Bundespolizei mit sowohl zivilen und militärischen Aufgaben. Um der Fremdenlegion eine eigene „Ordnungstruppe“ zu erhalten wurde durch den Stabschef des Heeres am 29.06.2011 die Aufstellung der „Patrouille de la Legion Etrangere“ (PLE) angeordnet.
De facto nimmt die PLE dieselben Aufgaben wahr, wie schon bis 2011:

Schutz und Unterstützung von Einrichtungen und Personal der Fremdenlegion.

Sicherstellung der Disziplin von Angehörigen der Fremdenlegion, die sich in Uniform außerhalb von Kasernen im Garnisionsbereich bewegen (z.B. beim Wochenendurlaub oder in öffentlichen Verkehrsmitteln).

Aufrechterhaltung der Ordnung innerhalb der Kasernen der Fremdenlegion, sowie Stützpunkten im In- und Ausland auf denen Einheiten der Fremdenlegion stationiert sind.

Erste, unaufschiebbare Feststellungen (Beweissicherung) beim Verdacht von Straftaten innerhalb einer Kaserne der Fremdenlegion.

Im Gegensatz zur P.M. hat die PLE jedoch keinerlei polizeilichen Befugnisse im Bereich der Strafverfolgung mehr, sondern lediglich im Bereich der Verkehrssicherung bei z.B. Konvois (u.ä.). Beim Verdacht auf Straftaten muss die PLE unmittelbar die Gendarmerie Nationale hinzuziehen. Ferner bezieht sich die Zuständigkeit der PLE nunmehr auch de jure ausschließlich auf Angehörige der Fremdenlegion, was jedoch de facto auch schon vor/bis 2011 der Fall war. Die PLE-Einheiten werden von den einzelnen Regimentern der Fremdenlegion selbst gestellt, wobei kein Legionär dauerhaft der PLE angehört, sondern nur für einige Zeit dorthin abkommandiert wird. Wenn einmal mehr Personal benötigt wird, z.B. beim Camerone-Fest der Legion in Aubagne am 30. April jeden Jahres, oder wenn außergewöhnlich viele Legionseinheiten innerhalb Frankreichs gleichzeitig im Einsatz sind, können auch Legionäre aus den Verwaltungs- oder Kampfkompanien für einige Tage oder Wochen zum „PLE-Dienst“ herangezogen werden. Ähnlich wie bei der Bundeswehr, wo diese Soldaten dann eine Armbinde „im Feldjägerdienst“ tragen, statt „M.P. – Feldjäger“, wie die reguläre Militärpolizei der Bundeswehr. Bei der Legion wird eine einheitliche grün-rote Armbinde (oder ein Ärmelabzeichen) mit den weißen Buchstaben PLE getragen. Auch die Fahrzeuge der PLE sind mit entsprechenden, großen Aufklebern gekennzeichnet.

Ein Angehöriger der PLE des 1er REG im Dienstgrad Caporal-Chef
©Legion Etrangere/1er REG

Unterhalb sehen Sie ein Video in dem die Compagnie d’Instruction des Spécialistes (C.I.S.) näher vorgestellt wird, sowie die Lehrgänge und Weiterbildungsmöglichkeiten dargestellt werden, die dort absolviert werden können.

Drohnenausbildung im 4e R.E. in 2026

Offizieller Videoclip des Regiments

Offizieller Videoclip 4e RE – 2020 (HD-Qualität, schnelle Internetverbindung erforderlich) © Legion Etrangere
Regimentslied des 4e R.E. (c’est le 4)

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