Rekrutierung

Aktueller Hinweis: Aufgrund der Corona-Krise hat die Fremdenlegion aktuell die Rekrutierung gestoppt. Die Informationsbüros und Vorauswahlzentren sind seit dem 17.03.20 bis auf Weiteres geschlossen.

Hinweis: Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information über das Rekrutierungsverfahren der Französischen Fremdenlegion. Dies ist keine “Rekrutierungsseite” der Legion und diese Seite soll auch nicht für den Beitritt zur Fremdenlegion “werben”. Die Redaktion von “LaLegion” kann, darf (§ 109h StGB) und wird keinerlei Unterstützung bei einer ggf. geplanten Bewerbung leisten. Von entsprechenden Anfragen bitten wir daher von vornherein abzusehen.

Die Voraussetzungen für eine Bewerbung

Form der Bewerbung:

Eine Bewerbung bei der Fremdenlegion kann ausschließlich persönlich durch Vorsprache in einem Rekrutierungsbüro oder Vorauswahlzentrum in Frankreich erfolgen. Eine Bewerbung auf anderem Weg (schriftlich, telefonisch, per eMail usw.) ist also nicht möglich. Mehr dazu siehe weiter unten unter “der erste Kontakt…” sowie in den F.A.Q

Förmliche Voraussetzungen:

Alter:  Mindestens 17 Jahre und 6 Monate und höchstens 39 Jahre und 6 Monate (Alter am Tag der Bewerbung) – Es werden keine Ausnahmen hinsichtlich des Mindest- oder Höchstalters gemacht. Unter 18jährige benötigen eine beglaubigte Einverständniserklärung beider Eltern / Personensorgeberechtigten, welche bei Nicht-Franzosen durch einen vereidigten Übersetzer von der jeweiligen Landessprache ins Französische übersetzt und amtlich beglaubigt sein muss. Es muss die Bereitschaft bestehen, einen Erstvertrag über 5 Jahre zu unterzeichnen. Eine kürzere oder längere Verpflichtungsdauer ist beim Erstvertrag -ausnahmslos- nicht möglich. Folgeverträge können in aller Regel für Zeitspannen von 6 Monaten bis zu 3 Jahren abgeschlossen werden.  

Ausweisdokument: Alle Bewerber müssen einen gültigen REISEPASS vorlegen. Ausnahme: Bei Staatsangehörigen von Schengen-Staaten ist der Personalausweis ausreichend. Staatsangehörige von Bulgarien und Rumänien müssen einen Reisepass vorlegen, da diese Länder noch nicht Vollmitglieder des Schengenraumes sind. Bei Staatsangehörigen der Nicht-Schengenstaaten Irland und Großbritannien (mglw. geändert seit EU-Austritt) ist der Personalausweis ausreichend, ebenso wie bei den Nicht-EU Ländern Island, Norwegen und der Schweiz.

Visum: Bewerber mit einer Staatsangehörigkeit eines Landes außerhalb des Schengenraumes, die zur Bewerbung nach Frankreich einreisen (und keine Aufenthaltserlaubnis für Frankreich, bzw. die EU/Schengen besitzen) benötigen zur Einreise ein gültiges Visum, insofern keine entsprechenden Regelungen über visafreien Reiseverkehr zwischen Frankreich und dem jeweiligen Herkunftsland bestehen. Die Ausstellung eines Visums alleine für den Zweck der Bewerbung bei der Fremdenlegion ist nicht möglich. Die Fremdenlegion kann auch keine Hilfestellung bei der Erlangung eines Einreisevisums geben. Alle Kosten die in Zusammenhang mit der Einreise stehen (also auch Visagebühren) sind vom Bewerber selbst zu tragen.

Strafrechtliches Vorleben

Eines der großen Mythen bei der Fremdenlegion (“die nehmen doch jeden…”). “Jeder” wurde bei der Fremdenlegion noch nie genommen. Wahr ist, dass in früheren Zeiten teilweise nicht so genau hingeschaut wurde, und vor allem auch nicht die heutigen Möglichkeiten für die Legion bestanden Informationen über Straftaten der Bewerber aus deren Heimatländern zu bekommen. Heute -in Zeiten von Interpol, Europol, Schengener Informationssystem (SIS)- sieht das gänzlich anders aus, vor allem bei Bewerbern aus Europa. Es gibt keinen verbindlichen “Katalog” (jedenfalls keinen öffentlich bekannten), in dem festgelegt ist ab welcher “Anzahl und Güte” von Straftaten man nicht angenommen wird. Gemäß der bekannten Auskünfte der Fremdenlegion stellt sich folgende Situation dar:

Mörder und Vergewaltiger werden -wie schon eh und je- nicht angenommen

Gewalttäter (auch Räuber etc.) werden nicht angenommen

Drogenhändler werden nicht angenommen

Deserteure aus anderen Armeen werden grundsätzlich nicht angenommen (wobei es in Einzelfällen dennoch vorkam)

Personen die zur Fahndung ausgeschrieben sind, werden nicht angenommen (bzw. sogar ggf. an die franz. Polizei überstellt zur Weiterüberstellung an die Behörden des Heimatlandes, bzw. des Staates der die Fahndung ausgelöst hat) 

Personen gegen die noch offene Strafverfahren laufen (auch wenn sie nicht zur Festnahme ausgeschrieben sind) oder Personen, die im Heimatland unter Bewährungsaufsicht stehen, werden im Regelfall nicht angenommen. Insbesondere Letztere sollten vor einer Bewerbung zunächst ihre Bewährungszeit zu Ende bringen und den entsprechenden Gerichtsbeschluss über den Straferlass abwarten.

In allen anderen Fällen entscheidet die Legion individuell. Leichtere Vergehen (z.B. Diebstahl eines Autos, Trunkenheitsfahrten, Schwarzfahren mit Bus&Bahn, leichte Fälle von Betrug, und ähnliches) stellen in der Regel keinen Hinderungsgrund dar, soweit die Verfahren abgeschlossen sind und die entsprechenden Strafen verbüßt oder erlassen sind.

Insbesondere deutsche Bewerber sollten davon ausgehen, dass der Sicherheitsdienst der Legion (D.S.P.L.E.) sowohl einen Bundeszentralregisterauszug von ihnen von den deutschen Behörden bekommen kann, sowie auch Auskünfte aus den Datensystemen der Bundespolizei, sowie den Landespolizeien (z.B. POLAS, INPOL usw.)  

Körperliche Voraussetzungen:

Körpergröße: Die Fremdenlegion hat für ihre Bewerber keine Mindest- oder Höchstmaße hinsichtlich der Körpergröße definiert. Da in der Legion sowohl 1,50m große Chinesen, als auch 2,20m große Norweger dienen, ist das Spektrum weit gefächert.

Body-Mass-Index (BMI): zwischen 20 und 30 – BMI = Gewicht geteilt durch (Körpergröße mal Körpergröße).

Beispiel: Gewicht: 72 KG, Körpergröße: 1,75m = 72 / (1,75 * 1,75) = 23,51

Gesunde und gepflegte Zähne (max. fehlende Zähne: 4-6 je nach “Zahnwert”). Sichtbare Zahnlücken sollten durch eine Prothese ersetzt sein. Grundsätzlich empfiehlt sich eine gründliche Zahnsanierung vor der Bewerbung. Mastikatorischer Koeffizient (Zahnarzt fragen) größer oder gleich 40%

Gesundheitliche Voraussetzungen:

Ausreichendes Sehvermögen (Brille ist kein Problem, solange man ohne Brille nicht nahezu “blind” ist), etwa auf dem Niveau eines Führerschein-Sehtests

Ausreichendes Hörvermögen

Falls es in der Vergangenheit chirurgische Eingriffe gab, ist es von Vorteil die entspr. Röntgenbilder dabei zu haben, sowie ein Attest, dass die Behandlung abgeschlossen ist, und keine Folgeeingriffe notwendig sind.

Ausschlussgründe sind andauernde chronische Krankheiten oder lfd. psychiatrische Behandlung. Beispiele: TBC, Diabetes, Hepatitis,  Krebs, Blutarmut, Knie-/Meniskusbruch, wiederkehrende Luxation der Kniescheibe, nicht korrekt verheilte Knochenbrüche.

Ganz allgemein muss ein Legionär körperlich/gesundheitlich in der Verfassung sein, überall auf der Welt eingesetzt werden zu können, sei es in der Wüste, im tropischen Regenwald oder im Gebirge

Tests:

Folgende Tests müssen bestanden werden:

Sport:

Mindestens 5 sauberst ausgeführte Klimmzüge (Arme gestreckt, Kinn über der Stange – siehe Videoclip). Im Jahr 2018 lag der Durchschnitt bei 10 Klimmzügen je Bewerber.

Es muss Niveau 7 beim Luc-Leger-Test (“Beep-Test”) erreicht werden

Mindestens 25 Meter Schwimmen, ohne jegliche Hilfsmittel [NEU] 

Test sportif : Les tractions

Vous souhaitez devenir légionnaire? voici le test sportif des tractions expliqué par un sous-officier recruteur !

Gepostet von Legion-recrute.com/ am Donnerstag, 5. September 2019
Klimmzüge wie man sie richtig macht, und wie nicht … © Legion Etrangere /GRLE

Offiziell nicht mehr getestet/angewendet werden der Cooper-Test, sit-up’s, Seilklettern, Liegestütze …  Da bei der Legion jedoch nichts unmöglich ist, werden auch diese Tests ab und zu gerne mal “eingestreut”.

Logik- und Psychotechniktest:

Der Logik- und Psychotechniktest sowie Persönlichkeitstest (Ergänzungstest zum Psychotechniktest) wird am PC in Muttersprache absolviert. Es muss eine bestimmte Punktzahl erreicht werden. Der Logik- und Psychotechniktest ist sehr ähnlich aufgebaut, wie ein Einstellungstest für einen Arbeitsplatz (Zahlenreihen vervollständigen, Formen zuordnen usw.)

Logik- und Psychotechniktest

Sonstige Voraussetzungen:

Sprache: Kenntnisse der französischen Sprache sind nicht erforderlich (jedoch natürlich vorteilhaft). Ein Grundstock der französischen Sprache wird während der Grundausbildung vermittelt, um die elementarsten Dinge und auch gegebene Befehle verstehen zu können. Jeder nicht Französisch sprechende Bewerber bekommt für die Dauer der Grundausbildung einen frankophonen Bewerber (meist Muttersprachler) als sogenannten “Binôme” (Zwilling/Double) zur Seite gestellt, der ihm übersetzt. Dieser Binôme hat ein eigenes Interesse daran, dass sein “Schüler” möglichst viel und schnell lernt, da da die Erfolge des Schülers in die Grundausbildungs-Bewertung des Binôme einfließen. In den letzen Jahren wurde teilweise auch das Trinôme-Prinzip angewendet, so dass 1 Muttersprachler 2 andere Rekruten betreut. Das weitere Erlernen der französischen Sprache ergibt sich aus dem alltäglichen Dienst, da dort -natürlich- Französisch die “Kommandosprache” ist und sich die Legionäre verschiedener Nationalitäten untereinander ebenfalls auf Französisch verständigen. 

Militärische Vorbildung: Militärische Vorbildung (z.B. Wehrdienst im Heimatland) ist ebenfalls nicht erforderlich, da die Ausbildung für jeden neuen Legionär bei “null” beginnt. Vorteilhaft ist eine entsprechende Vorbildung dahingehend, dass bestimmte “Basics” (z.B. Leben im Felde, Kameradschaft, Prinzip von Befehl und Gehorsam) bei denjenigen Bewerbern bereits vorhanden sind.

Mitbringen und Nicht-Mitbringen

Mitzubringen sind in jedem Fall folgende Dinge:

– Ausweisdokument (siehe oben)
– 1 Paar Laufschuhe
– jeweils 3 Unterhosen, T-Shirts und Paare Socken
– Handtuch/Badetuch und Badelatschen
– jeweils 1mal Duschgel/Schampoo, Rasierschaum, Einwegrasierer 
– etwas Bargeld (max. 100,00 €)

Keinesfalls mitzubringen sind folgende Dinge:

– Waffen jeglicher Art (auch Messer etc.)
– Hausschlüssel
– Autoschlüssel

Nicht zwingend notwendig, aber nützlich sind folgende Dinge:

– Aktuelle Röntgenaufnahmen von verheilten, alten Knochenbrüchen
– Zusätzlich ggf. Attest, dass die Operation gut verlaufen ist und keine Nachbehandlung notwendig
– Diplome/Zeugnisse über bestandene Ausbildungen (militärisch oder zivil)

Abgenommen werden -zumindest vorübergehend- in jedem Fall folgende Dinge:

– jegliche Art von Bankkarten/Kreditkarten
– Bücher, Fotos, Briefe …
– MP3-Player und ähnliches
– Spielekonsolen in jeglicher Art und Größe (Playstation etc.)
– Smartwatches (Uhren mit Internetverbindung)
– Handy/Smartphone (Rückgabe idR. gegen Ende der Grundausbildung)

Der erste Kontakt…

… eines Bewerbers zur Fremdenlegion findet ausschließlich per persönlicher Vorstellung in einem der 11 über Frankreich verteilten Informationsbüros (Poste d’information de la Legion Etrangere – P.I.L.E.) oder über eines der 2 Vorausauswahlzentren (Centre de preselection – C.P.S.) statt. Die Standorte der P.I.L.E.’s sehen Sie unterhalb. Das Vorauswahlzentrum-Nord befindet sich in Paris (Fort de Nogent), wo sich gleichermaßen auch ein P.I.L.E. befindet. Das Vorauswahlzentrum-Süd befindet sich gemeinsam mit einem P.I.L.E. und dem Hauptauswahlzentrum (Centre de Selection et Incooperation – C.S.I.) in Aubagne, im Hauptquartier der Fremdenlegion. Eine andere Art der Vorstellung (schriftlich, telefonisch, digital) ist nicht möglich. 

Die Rekrutierungsbüros sind “rund um die Uhr” besetzt und stehen -zumindest offiziell, der alten Tradition folgend- 24 Std. pro Tag an 365 Tagen im Jahr den Bewerbern offen, so dass Bewerber jederzeit und ohne Termin vorsprechen können (Termine werden nicht vergeben). In der Praxis sollte man aber nicht unbedingt sehr spät abends oder gar mitten in der Nacht, oder an Tagen wie Weihnachten oder dem Camerone-Tag (30. April) dort vorsprechen. Auch die Abende an Wochenenden sollte man möglichst vermeiden, da gerade bei den kleinen PILEs in der Praxis durchaus die reale “Gefahr” besteht, dann auf den Montag (bzw. unter der Woche auf den nächsten Morgen) verwiesen zu werden, z.B. aufgrund von Unterbesetzung während der Nachtzeit. Auch bei der Legion haben sich heutzutage halbwegs normale Bürozeiten etabliert: Mo. bis Fr. – ca. 09:00 bis 17:00 Uhr.

Die Informations- und Bewerbungsbüros der Fremdenlegion – P.I.L.E. und C.P.S. (P.R.L.E.)

Während seit Bestehen der Fremdenlegion eine Bewerbung bei der Fremdenlegion nur im französischen Mutterland (France metropolitaine/Kontinentalfrankreich) möglich war* existiert seit 2018 ein weiteres Rekrutierungsbüro mit teilweisen Befugnissen eines C.P.S. auf Tahiti unter der Bezeichnung “Bureau d’Information et Recrutement de la Légion étrangère” (B.I.R.L.E.) in Pirae, einem Vorort von Papeete, der Hauptstadt von Tahiti. Hier können sich junge Männer aus Französisch-Polynesien bewerben und die ersten Testverfahren durchlaufen. Bei festgestellter Eignung werden sie -kostenlos- zum Hauptauswahlzentrum nach Aubage/Frankreich transportiert (und bei ggf. Ablehnung auch kostenlos zurück)

*auch “Überseefranzosen” aus den französischen Gebieten bspw. in der Karibik, Franz.-Polynesien, Neukaledonien mussten zur Bewerbung nach Frankreich reisen. Kurz nach Ende des 2. Weltkriegs warb die Legion für kurze Zeit auch in Deutschland (französische Besatzungszone) an, wobei es in Deutschland nur “Sammelstellen” gab (etwa in Landau und Offenburg), von wo aus die Bewerber dann zur eigentlichen Bewerbung gesammelt nach Strasbourg transportiert wurden.

Das Bewerbungsverfahren

Hat ein Bewerber in einem P.I.L.E. oder C.P.S. seinen Wunsch bekundet der Fremdenlegion beizutreten, beginnt das offizielle Bewerbungsverfahren, welches auch nicht mehr unterbrochen werden kann. Es ist also NICHT möglich, nach Beginn des Verfahrens noch einmal “nach Hause” zu fahren, um dort irgendwelche Dinge zu erledigen, wie die Kündigung einer Wohnung o.ä. Der Bewerber (“engagé volontaire” – E.V. = “freiwilliger Bewerber”) durchläuft nun verschiedene Testverfahren und Untersuchungen. Stellt sich der Bewerber in einem P.I.L.E. vor, sind dort z.B. direkt einige Klimmzüge zu absolvieren. Scheitert der E.V. schon daran, ist das Bewerbungsverfahren bereits nach wenigen Minuten wieder beendet.

Weitere Tests und erste medizinische Untersuchungen, sowie die Unterzeichnung des “Vorvertrages” über 5 Jahre Dienstzeit finden im Vorauswahlzentrum (C.P.S.) statt, in das der E.V. nach 1-3 Tagen vom P.I.L.E. aus transportiert wird, wenn er sich nicht schon direkt im C.P.S. vorgestellt hat, was möglich ist.

Scheitert ein Bewerber bei einem signifikanten der nun folgenden Tests oder einer Untersuchung, wird er direkt an der Stelle des Bewerbungsverfahrens an der er sich gerade befindet, wieder ins Zivilleben entlassen und bekommt eine kostenlose Fahrkarte zu dem Ort, in dem das Rekrutierungsbüro liegt, in dem er sich ursprünglich vorgestellt hat. Diese Regelung gilt auch während der nächsten Testphase im Hauptauswahlzentrum.

Besteht der E.V. alle Tests und Untersuchungen im C.P.S. wird er nach etwa 7 Tagen ins Hauptauswahlzentrum (C.S.I.) nach Aubagne transportiert (insoweit die Vorauswahl im C.P.S. Paris stattgefunden hat), wo die eigentlichen und abschließenden Tests (siehe weiter oben unter “Tests”) und Untersuchungen stattfinden, und -soweit diese bestanden werden-  der E.V. der “Auswahl- und Verpflichtungskommission” vorgestellt wird, welche letztendlich darüber entscheidet, ob der Bewerber angenommen wird. Angenommene Bewerber wechseln vom Status “bleu” (blau), den sie im Laufe des Bewerbungsverfahrens erreichen, in den Status “rouge” (rot), ersichtlich dadurch, dass sie einen quadtratischen roten Ärmelpatch an der Uniform tragen. Die “Rouges” sind bis zur Versetzung ins Grundausbildungsregiment für die neuen “Bleus” mit verantwortlich, erklären ihnen z.B. wie ein Bett “á la Legion” gebaut wird, oder ein Spind eingeräumt. Es folgt dann die Übergabe des endgültigen Vertrages über (zunächst) 5 Jahre Dienstzeit. Weitere Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren finden Sie in unseren “F.A.Q.“, sowie unter “Regimenter – G.R.L.E.”

Das Bewerbungsverfahren grafisch dargestellt:

Informationsbüro = Rekrutierungsbüro (PILE)
Bewerbungsbüro = Vorauswahlzentrum (CPS Paris oder Aubagne)

Die Grundausbildung

Hat der Bewerber in Aubagne seinen entgültigen Vertrag erhalten, erfolgt direkt die Versetzung in das Grundausbildungsregiment der Fremdenlegion in Castelnaudary (4e Regiment Etranger – 4e R.E.), wo er die rd. 4monatige Grundausbildung absolviert.

Ein Teil der Grundausbildung (etwa 4 Wochen) findet auf einer von 3 “Fermes d’instruction” (Ausbildungsfarm/Bauernhof) statt, die im Besitz der Legion sind und sehr abgelegen in der Nähe von Castelnaudary liegen. Jede Grundausbildungskompanie hat ihre eigene Ferme:

1er CEV: Ferme “Bel Air”
2e CEV: Ferme “Le Cuin”
3e CEV: Ferme “Le Raissac”

Der Ausbildungsteil auf den Farmen wird von vielen Legionären als der anspruchsvollste Teil der Grundausbildung beschrieben.

Die 2 recht aktuellen Videoclips unterhalb zeigen einen Teil des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens (Video Teil 1), sowie eine Section (Zug) der 2e CEV bei einem Teil der Grundausbildung auf der Farm “Le Cuin” (Video Teil 2). Zugführer ist der deutsche Adjudant (Hauptfeldwebel) Stefan R.

Grundausbildung auf Le Cuin, Teil 1
Grundausbildung auf Le Cuin, Teil 2

Unter folgendem Link finden Sie ebenfalls eine aktuelle, längere TV-Dokumentation (in Französisch) vom Juni 2019, in welcher der aktuelle Verlauf des Bewerbungsverfahrens und auch der Grundausbildung zwar nur umrissen, aber gut dargestellt wird.


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