Literatur

Literatur zum Thema Fremdenlegion

Ausgewählte Literatur zum Thema Französische Fremdenlegion – Hier finden Sie einige von uns ausgewählte Buchvorschläge in deutscher Sprache zum Thema Fremdenlegion. Alle diese Bücher wurden von uns gelesen und für gut befunden. Mit den meisten der Autoren ist der Webmaster dieser Seite persönlich bekannt oder befreundet, bzw. gewesen, soweit es diejenigen betrifft die leider bereits verstorben sind. More Majorum!

Stellungnahme der Redaktion von LaLegion-Info aus gegebenem Anlass:

Nach längerer und reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen die Literatur zum Thema “Französische Fremdenlegion” des Autors und ehemaligen Fremdenlegionärs Thomas Gast von unserer Literaturliste zu entfernen. Dies ist ausdrücklich nicht der Qualität seiner Werke geschuldet, die man -jedenfalls soweit sie das Thema Fremdenlegion betreffen- durchaus als “gut bis sehr gut” bewerten kann.
Jedoch sind wir nicht länger gewillt einen Autor zu supporten, der auf seinem YouTube-Kanal* den völkerrechtswidrigen Angriff der russischen Streitkräfte auf die Ukraine derartig einseitig verharmlosend darstellt und -unter dem Deckmantel angeblicher “Neutralität” – dem russischen Aggressor Putin “das Wort redet”, wie der Autor Gast das in nicht mehr nachzuvollziehender Weise tut.

*(mittlerweile durch einen Hackerangriff gelöscht und neu aufgesetzt)

Die Redaktion von LaLegion-Info

#standwithukraine


Fremdenlegion
von Eckard Michels

Geschichte und Gegenwart einer einzigartigen militärischen Organisation

Die französische Fremdenlegion ist ein lebendiger Mythos – mit einer fast 200-jährigen Geschichte. Doch wie kam es 1831 zu ihrer Gründung, zur Ausprägung ihrer Eigenarten und Traditionen sowie ihrem vor allem im deutschsprachigen Raum verbreiteten Ruf als eher dubiose Institution und Sammelbecken gescheiterter Existenzen? Welche Rolle haben die bislang knapp 700 000 Legionäre in Frankreichs Kriegen in Übersee und in Europa seit dem 19. Jahrhundert tatsächlich gespielt und wer ist überhaupt in die Fremdenlegion eingetreten?

Eckard Michels stellt fundiert und spannend Geschichte und Gegenwart dieser außergewöhnlichen Institution dar. Er legt die politischen wie militärischen Rahmenbedingungen offen, in denen die Fremdenlegion existierte und auf vier Kontinenten operierte, und die bis heute trotz wiederholter Krisen das Überleben der Söldnerformation gesichert haben. Er verdeutlicht abschließend, dass das Modell einer Ausländertruppe im 21. Jahrhundert angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen des Westens aktueller denn je erscheint. Der Autor beschreibt zugleich eindrücklich das Leben und Sterben in der Fremdenlegion anhand aufschlussreicher Einzelschicksale ihrer Soldaten. So entsteht ein einzigartiges Gesamtbild des Phänomens Fremdenlegion und seiner Wandlungen in den letzten knapp 200 Jahren.

Rezension des Webmasters
-folgt-


Non, je ne regrette rien…
von Gerd Häsler


2 Brüder in der Fremdenlegion 1951-1961
Indochinakrieg (Nordvietnam und Dien Bien Phu),
Suez-Krise und Algerien
NEUERSCHEINUNG Sommer 2022

Erich, der Vater des Autors Gerd Häsler, und auch sein Onkel Josef gingen 1950/51 wegen der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland zur Fremdenlegion. Erich führte Tagebuch und fotografierte zudem. Viele Aufzeichnungen und Fotos sind überliefert, wurden vom Autor geordnet, bearbeitet, kommentiert und zu diesem beeindruckenden Buch zusammengestellt.

Die Brüder wußten, daß der andere auch in der Legion war, zunächst jedoch nicht die Einheit bzw. die Feldpostnummer. Später hatten Sie Briefkontakt und liefen sich zufällig in der Dschungelfestung Dien Bien Phu über den Weg.Der Vater des Autors überlebte die Vernichtung der französischen Kräfte im Dschungel von Tonkin, wußte aber nicht, ob sein Bruder auch davongekommen war. Von ihm traf nach Wochen ein flüchtig geschriebener Zettel in einem Briefkuvert daheim im Schwarzwald ein. In diesem teilte er der Familie mit, daß der Sturm der Viet Minh auf den Stützpunkt unmittelbar bevorstehe, sie diesem nichts mehr entgegenzusetzen hätten und daß deshalb jeder der wollte einen letzten Gruß an seine Lieben senden dürfe. Diese letzten Grüße wurde eingesammelt und von einem verwegenen Hubschrauberpiloten ausgeflogen. Die Fotos, Orden, Dokumente und das Tagebuch Erich Häslers kamen auf ähnliche Weise aus Dien Bien Phu nach Deutschland.

Rezension des Webmasters:
-folgt-


Das vergessene Vietnam
von Luca Fragona

Die Hölle im Indochinakrieg 1946 – 1954
NEUERSCHEINUNG MAI 2022

Drei Männer und ein Schicksal: Dien Bien Phu, die 56-tägige Schlacht, die am 7. Mai 1954 die Niederlage Frankreichs und den Triumph von Ho Chi Min im Indochinakrieg und den Zusammenbruch des europäischen Kolonialismus im Fernen Osten markierte. Wenn von Vietnam die Rede ist, denkt man automatisch an die amerikanische Intervention im Süden des Landes in den 1960er Jahren. Doch davor gab es einen ebenso verheerenden, unbarmherzigen und grausamen Krieg im Norden zwischen Frankreich und der Vietminh, der vietnamesischen Befreiungsarmee unter General Giap. In Indochina kämpften von 1946 bis 1954 mehr als 5.000 Italiener in der Fremdenlegion.

Mehr als tausend starben im Kampf oder in den vietnamesischen Gefangenenlagern. Das Buch erzählt die Geschichte dreier Zwanzigjähriger aus Südtirol, die aus unterschiedlichen Gründen “freiwillig” ausgereist sind und die, ohne sich zu kennen, ihr Leben im Schlamm von Dien Bien Phu versinken sahen, zehntausend Kilometer von zu Hause entfernt, in einem Krieg, der ihnen nicht gehörte, umgeben von feindlichem Dschungel. Um zu verstehen, was sie auf diese Reise in die Hölle getrieben hat, müssen wir auch ihr Leben “davor” kennen. Die Dramen und die Einsamkeit, die sie glauben ließen, sie hätten keine guten Karten mehr und könnten nirgendwo anders auf der Welt hingehen. Dies sind die Geschichten von Beniamino Leoni, der desertierte und im Vietminh gegen seine ehemaligen Kameraden kämpfte. Von Emil Stocker, der das Massaker nur durch Zufall überlebte, und seiner außergewöhnlichen Reportage mit 1.036 Fotos, die von seinen vier Jahren in Vietnam berichten. Und von Rudi Altadonna, der getötet und dann in der roten Erde von Dien Bien Phu begraben wurde.

Rezension des Webmasters:
-folgt-


Mythos Fremdenlegion
von Stefan Müller


Mein Einsatz in der härtesten Armee der Welt

Stefan Müller diente von 2009 bis 2014 im 2. Infanterieregiment der Fremdenlegion (2e R.E.I.), stationiert im südfranzösischen Nimes. Er war als Caporal Führer einer Equipe in der 4. Kompanie des Regiments. Dieses sehr zeitnah nach seinem Ausscheiden aus der Legion erschienene Werk bietet daher einen Einblick in die Legion von heute.

Worum geht es? Die französische Fremdenlegion umgibt ein Mythos. Die Bewerber kommen aus aller Welt und werden streng ausgesiebt. Die Ausbildung ist brutal, die Strafen sind drakonisch, der Einsatz des Lebens ist Geschäft. Stefan Müller war fünf Jahre lang dabei. Er bekam eine neue Identität und war an Operationen an der Elfenbeinküste, im Senegal und in den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt. In Mali erwartete ihn sein gefährlichster Kampfeinsatz – gegen die Dschihadisten. Dort erfährt er unmittelbar, was es heißt um sein Leben zu kämpfen und dem Tod zu begegnen. Kameraden werden von Sprengfallen zerrissen, etliche verwundet. Müller zeichnet erstmals ein realistisches und auch kritisches Bild aus dem Inneren der sagenumwobenen Eliteeinheit. Was ist besonders? Müller schildert nicht nur Kampfeinsätze, sondern auch den Alltag und den Drill. Er benennt Probleme wie schlechte Ausrüstung, Drogenmissbrauch und die Bedeutungslosigkeit des einzelnen Legionärs. 

Rezension des Webmasters:
Stefan Müller schildert seine Ankunft in einem der 11 über Frankreich verteilten Bewerbungsbüros der Fremdenlegion – dem Deutschland am nächstgelegenen, in Strasbourg, wo direkt eine Anzahl offensichtlich völlig ungeeigneter Bewerber aussortiert wurde. Lediglich er und 2 andere Bewerber werden von Strasbourg weiter in das „Vorauswahlzentrum-Nord“ (Centre de Preselection Nord) in Fontenay sous Bois, direkt bei Paris, geschickt. Nachdem er auch dort die ersten grundlegenden medizinischen und sonstigen Untersuchungen erfolgreich hinter sich gebracht hatte und auch seinen „Legionsnamen“ –Karl Mahler- erhalten hatte, ging es weiter nach Aubagne bei Marseille, wo das „Hauptquartier“ der Fremdenlegion beheimatet ist und wo sich auch das „Hauptauswahlzentrum“ befindet. Stefan Müller schildert das Auswahlverfahren, welches für deutsche Verhältnisse in Teilen kurios anmuten mag, aber der Vielzahl von Bewerbern ohne jegliche französische Sprachkenntnisse aus aller Herren Länder geschuldet ist. Müller gehörte zu jenen, die auch diese letzte Auswahlhürde gemeistert haben und nunmehr zur Grundausbildung ins „Ausbildungsregiment“ der Fremdenlegion, das „4e Regiment Etranger“, nach Castelnaudary überstellt wurden, wo er die knapp 4 Monate dauernde und vielseitige Grundausbildung absolviert und auch detailreich schildert. Hier ist noch der Geist der „alten Legion“ zu spüren. Zwar wurden brutale Ausbildungsmethoden wie sie vor Jahrzehnten an der Tagesordnung waren längst abgeschafft, jedoch ist die Ausbildung nach wie vor um vieles strapaziöser, härter und auch stumpfer als z.B. bei der Bundeswehr oder anderen westeuropäischen Armeen. Die Ausbilder, selbst nur Mannschaftsdienstgrade oder niedrige Unteroffiziere, „regieren“ wie kleine Könige und wehe dem, auf den sie es abgesehen haben.

Nach der Grundausbildung wird Stefan Müller, nunmehr der „Legionnaire de 2eme Classe (Schütze/Grenadier) Karl Mahler“, seinem Wunsch entsprechend in das 2eme Regiment Etranger d’Infanterie (kurz: 2e R.E.I.) in Nimes versetzt, welches zu der Zeit fast vollständig in Afghanistan im Einsatz ist. Müller und die weiteren jungen Legionäre die ins 2e R.E.I. versetzt sind verbleiben als „Frischlinge“ natürlich im Regiment in Nimes und schieben mit dem Rest der daheim gebliebenen Truppe Kasernendienst. Ein Umstand den Stefan Müller bedauert. Gerne wäre er mit in den Einsatz nach Afghanistan gegangen. Er schildert nun das Leben und den Dienst in der Kaserne, lässt auch die eine oder andere private Episode nicht aus und wird in der Folge als Spezialist am Waffensystem „Eryx“, einer Panzerabwehrrakete für Infanterieeinheiten, ausgebildet. Es folgen viele weitere Lehrgänge, bzw. Übungen auf den verschiedenen Truppenübungsplätzen in Frankreich, bis es schließlich für seine Kompanie in den Senegal geht, wo diese zum einen den dortigen französischen Militärstützpunkt verstärken soll, zum anderen das dortige Trainingszentrum CAOME durchlaufen soll. Während dieser Zeit kommt es zu Unruhen in der benachbarten Elfenbeinküste und Frankreich entschließt sich zur militärischen Intervention. Müllers Kompanie wird als Eingreifreserve aus dem Senegal mit einem Landungsboot vor die Küste der Elfenbeinküste verlegt…

Nach einer weiteren, mehrmonatigen Auslandsmission in den Vereinigten Arabischen Emiraten kehrt Müllers Kompanie nach Frankreich zurück.

Als 2013 in Mali die Dschihadisten auf dem Vormarsch sind und vom Norden aus bereits weite Teile des Landes besetzt haben und die Hauptstadt Bamako bedrohen, interveniert Frankreich. Da auch Einheiten des 2e R.E.I. für den Mali-Einsatz vorgesehen sind, trainieren die Kompanien des Regiments nun verstärkt auf diesen Einsatz hin. Im Sommer 2013 wird ein neues Kontingent französischer Truppen unter Federführung der 6e brigade légère blindée nach Mali entsandt, dem neben den Sturmpionieren (1er R.E.G.) und den Panzeraufklärern (1er R.E.C.) der Legion auch eine Kompanie des 2e R.E.I. angehören soll. Da die 4. Kompanie, in der Stefan Müller nach wie vor dient, bei den vorangegangen Übungen als beste abgeschnitten hat, wird sie für den Einsatz ausgewählt. Stefan Müller steht nun das bevor, weswegen er auch zur Legion gegangen war – ein scharfer Einsatz in einem Kriegsgebiet.

Fazit: Ein rundum gelungenes Buch, das zur Pflichtlektüre eines jeden deutschsprachigen Legionsbewerbers vor der Bewerbung werden sollte.


Die Fremdenlegion in Indochina
von Michael Kaponya



Kriegserinnerungen und ein geschichtlicher Überblick


Der ehemalige Fremdenlegionär Michael Kaponya berichtet von seinen Einsätzen und Kämpfen in Indochina von 1949 bis 1952, in denen er in Cochinchina und Tonkin stationiert war. Der Autor, der seit seinem Dienstende in Amerika lebt, blickt auch auf die Ereignisse der folgenden Jahre in Frankreich und beschreibt den Übergang vom Indochina- in den Vietnamkrieg sowie die Politik, die Amerika in die Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts in Südostasien führte.

Diese schnörkellosen und auf den Punkt gebrachten Erinnerungen von den Sümpfen des Mekong-Delta, dem Dschungel und der gelben Erde Tonkins geben auch einen geschichtlichen Rückblick auf die Indochina Union, bestehend aus Tonkin, Annam, Laos, Kambodscha und Cochinchina, und zeugen vom Zusammenhalt der Fremdenlegionäre, die aus zahlreichen Ländern stammend sich untrennbar unter der französischen Fahne mit dem lateinischen Motto Legio Patria Nostra – Die Legion ist unser Vaterland – vereinigen.


Fremdenlegion in Algerien
von Eberhard Nadjé/Dieter Fessler/Jürgen Bergner


Eberhard Nadjé und Dieter Fessler berichten von ihren Einsätzen als Infanterist und Fallschirmjäger im Algerienkrieg, der zwischen 1954 und 1962 vorwiegend zwischen dem französischen Militär und der ALN, dem bewaffneten Arm der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN, geführt wurde. Jürgen Bergner begleitet diese Berichte mit brillanten Fotografien aus seiner Dienstzeit und vermittelt einen bemerkenswerten Einblick in die damalige Fremdenlegion und das Land Algerien.

Die Autoren verzichten auf ihre Tantiemen an diesem Werk zugunsten der Altenwohn- und Invalideneinrichtungen der Fremdenlegion in Auriol, bzw. Puyloubier.

Die Männer durchlebten einen harten Legionsalltag mit vielen Entbehrungen in der brütenden Hitze Nordafrikas, im unwegsamen Gelände, in der Wüste und Steppe, bis hin zu Aufenthalten im eisig kalten und schneebedeckten Gebirge Algeriens.Tief einschneidende Erlebnisse, die sich die meisten Menschen in Europa nur schwer vorstellen können, prägten die Soldaten, wie auch die Erfahrung einer wahren Kameradschaft mit Legionären aus vielen Nationen.

Rezension des Webmasters:
Das Buch beschreibt im Wesentlichen die Legionszeit des ehemaligen Caporal-Chef Eberhard Nadje in den Reihen des 4eme Regiement Etranger d’Infanterie in Algerien. CCH Nadje beschreibt seine Legionszeit beginnend mit der Rekrutierung, sowie der Grundausbldung und nimmt den Leser dann mit in die Djebels von Algerien, wo er und seine Kompanie zahlreiche Kampfeinsätze gegen die ALN bestritten in deren Verlauf Nadje auch eine Verwundung erlitt. Später -bereits zum Caporal-Chef befördert- zeichnete Nadje für die Versorgung seiner Kompanie verantwortlich. Neben den Kampfeinsätzen beschreibt der Autor ebenfalls detailreich das “Privatleben”, also die Freizeitgestaltung mit den Kameraden an dienstfreien Tagen und/oder während des Urlaubs. Besonders beeindruckend sind die äußerst detaillierten Ortsangaben zu den einzelnen Kapiteln, so dass der Leser gut nachvollziehen kann, in welchem Teil des Landes sich die Einheit des Autors gerade befand.

Im letzten Teil des Buches beschreibt der ehemalige Legionär Dieter Fessler einige Erlebnisse aus seiner Zeit beim 1er Regiment Etranger de Parachutistes (1er R.E.P.), dem berühmten 1. Fallschirmjägerregiment der Fremdenlegion. Hierbei stehen einige Ereignisse um den sogenannten “Putsch der Generäle” 1961 im Vordergrund, bei dem die Generäle Zeller, Challe, Salan und Jouhaud, welche sich gegen die bevorstehende Unabhängigkeit Algeriens aussprachen versuchten die Macht zu übernehmen und dabei von verschiedenen Einheiten, u.a. auch großen Teilen des 1er R.E.P. unterstützt wurden.

Die Fotografien steuerte der ehemalige Legionär Jürgen Bergner bei. Sie entstammen seinem Archiv aus seiner Dienstzeit bei der 13e D.B.L.E., der 13. Halbbrigade der Fremdenlegion, welche seinerzeit ebenfalls noch in Algerien stationiert war und nach Ende des Krieges die einzige Einheit der Fremdenlegion war, die im nördlichen Afrika -in Französisch-Somaliland, dem späteren Djibouiti- verblieben ist.

Insgesamt eine der besten Legionärsbiografien, die ich kenne.

Update: Im August 2022 wurde dem Co-Autor Dieter Fessler der “Ordre national de la Légion d’honneur” (kurz: “Legion d’honneur” oder in Legionärskreisen auch “die Rote” genannt) für seinen Dienst für Frankreich verliehen, die höchste Auszeichnung die Frankreich zu vergeben hat. Wir gratulieren herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.


1825 Tage – Mit der Fremdenlegion auf zwei Kontinenten
von Werner Abendschön


Der Autor berichtet von seiner Dienstzeit bei der französischen Fremdenlegion von 1952 bis 1957 im Indochina- und Algerienkrieg. Seine Erinnerungen und Eindrücke gewähren detailreiche Einblicke in das damalige Alltagsleben eines Fremdenlegionärs, das sich für ihn in 1825 Tagen auf gleich zwei Kontinenten abspielte.

Nach seiner Rekrutierung ging es für einen kurzen Zwischenaufenthalt nach Sidi Bel Abbès in Algerien, von wo aus er nach Oujda in Marokko beordert wurde und seine Ausbildung erhielt. Sein erster, großer Marschbefehl führte den jungen Legionär in das Kriegsgebiet Indochina. Im 2ème Groupement amphibien des 1er Régiment étranger de cavalerie (1. REC) erlebte er, nach fast zwei Jahren Einsatz, den Abzug der Légion étrangère im Jahr 1954 aus Indochina. Er wurde wieder nach Afrika verschifft, um im Algerienkrieg weiter seinen Dienst zu leisten.

Rezension des Webmasters:
1825 Tage sind – mit der Fremdenlegion Vertraute werden es erraten: 5 Jahre! Die Mindestdienstzeit in der Fremdenlegion. Heute wie vor 60 Jahren. Werner Abendschön beschreibt eben diese, seine 5 Jahre in den Cavalerie-Regimentern (1er Regiment Etranger de Cavalerie – 1° R.E.C. und 2eme Regiment Etranger de Cavalerie – 2° R.E.C.) der Fremdenlegion. Das heute nicht mehr existente 2eme R.E.C. trug den Beinamen “Dauphin Etranger”, da viele der Offiziere Adlige waren und es für viele Adlige eine Ehre war, in diesem Regiment zu dienen. Noch heute hat das immer noch bestehende 1er R.E.C. (Beiname: “Royal Etranger”) einen überdurchschnittlichen Anteil an Offizieren aus dem französischen Adel. Viele gute Legionärsbiografien sind schon geschrieben worden, jedoch dienten die Verfasser meist in einem der Infanterie- oder Fallschirmjägerregimenter. Berichte über “die Cavalerie der Legion” sind selten. Umso spannender war es, die Dienstzeit des Autors, die mit der Grundausbildung in Nordafrika begann, ihn dann nach Indochina zu den, u.a. mit den amphibischen Fahrzeugen LVT 4 “Aligator” und M29 (Weasel)/”Crabe” ausgerüsteten, amphibischen Einheiten (Groupements Amphibie) der “Force Francaise en Tonkin” und somit in den Kampf gegen den kommunistischen Viet-Minh führte, zu verfolgen. Auf solch einer “Crabe” der 8e Escadron des 2e G.A. des 1er R.E.C. als Funker (und auch weiteren Posten) eingesetzt, besteht Werner Abendschön seine Einsätze im Tonkin-Delta und Zentral-Annam, von denen er detailreich berichtet und dabei neben dem Einsatzgeschehen auch die eine oder andere humoristische Anekdote nicht auslässt. Seine Zeit in Indochina endet, wie die aller Legionäre, mit der Niederlage des französischen Expeditionscorps bei der Schlacht um die Dschungelfestung im Talkessel von “Dien Bien Phu” im vietnamesich/laotischen Grenzgebiet ganz im Norden Indochinas, welche Frankreichs Kolonialzeit in dem Land beendete. Mit seiner Einheit zurück in Nordafrika verbringt der zwischenzeitlich zum “Brigadier” (entsprechend einem Caporal der Infanterie) beförderte Werner Abendschön den Rest seiner “1825 Tage”, welcher bei der Berichterstattung in dem Buch, welches mit Zeichnungen/Karikaturen eines Kameraden “aufgepeppt” ist, ebenfalls nicht zu kurz kommt. Pflichtlektüre für alle an der Legion, insbesondere ihrer Indochina-Epoche, Interessierten.


Verdammt und geliebt
von Wolf-Rüdiger Barthel


Der Autor reflektiert in seinem Buch die Zeit des Algerienkriegs, den er als junger Fremdenlegionär von 1957 bis 1962 erlebte. Seine offene und teils sehr direkte Art die Dinge beim Namen zu nennen, macht dieses Buch zu einem echten Zeitzeugnis und gewährt Einblicke in die französische Fremdenlegion, die Légion Etrangère. Das Buch ist eine ehrliche Abrechnung mit einem Lebensabschnitt voller Abenteuer, Entbehrungen, Kameradschaft und Leid. Nicht die politischen Ereignisse und Hintergründe, welche zum Algerienkrieg führten, stehen im Mittelpunkt, sondern das Leben und Überleben zusammen mit Kameraden und Vorgesetzten.

Der Autor verzichtet auf seine Tantiemen an diesem Werk zugunsten der Altenwohn- und Invalideneinrichtungen der Fremdenlegion in Auriol, bzw. Puyloubier.

Rezension des Webmasters:
In der Sprache eines Legionärs beschreibt der Caporal (e.r.) und Träger der Médaille Militaire Wolf-R. Barthel seinen Dienst im “5eme Regiment Etranger de Infanterie” der Fremdenlegion in Algerien bis zum Waffenstillstand und den Verträgen von Évian 1962. Als ständige “Feuerwehr” eingesetzt, wird das Regiment kreuz und quer durch Algerien geflogen um immer dort infanteristisch eingesetzt zu werden, wo es am meisten brennt. Ständige Patrouillien und Scharmützel mit den Kämpfern der FLN/ALN sind an der Tagesordnung. Ebenso wird das entbehrungsreiche Zusammenleben der Legionäre aller Nationalitäten im Feld (das 5eme REI verfügte aufgrund der ständigen “Feuerwehreinsätze” über keine eigene Kaserne, sondern lebte meist in Zelten) und die daraus entstandene Kameradschaft wird dem Leser eindrücklich nahe gebracht. Kurzum: Ein guter Bericht über den Algerieneinsatz eines Legionsregiments – von einem der dabei war – direkt und ungeschminkt, so wie es sein soll: a la Légion!


Barfuss im Reisfeld
von Karl-Heinz Krause

Das Buch ist im wesentlichen Teil eine Aufzählung der Erlebnisse des Legionärs Karl-Heinz Krause in den Jahren 1948-1953. In chronologischer Folge werden die Erfahrungen und Eindrücke des damals 15-Jährigen nach seinem Eintritt in die französische Fremdenlegion am 10. Februar 1948 geschildert. Für Krause ist die Aufnahme in die Legion eine Erleichterung. Man wollte ihn nicht so einfach haben. Fünfzehnjährige nahm man nicht, 20 Jahre war das Mindestalter. Nach seiner Grundausbildung in Algerien wird er als immer noch Minderjähriger in den Krieg nach Indochina geschickt. Aus diesem Krieg kehrt er nach 4 Jahren mit erst 21 Jahren, aber mit den Erfahrungen eines lang gedienten Soldaten, zurück. Was sich zu Anfang wie ein jugendlicher Abenteuerroman liest, lässt zum Ende die erbarmungslose Härte des Krieges im Fernen Osten erkennen. Vervollständigt wird diese Biografie durch einen autorisierten Sonderbericht von General Bramoulle.  

Rezension des Webmasters:

Im Alter von 15 Jahren in der Fremdenlegion zu engagieren ist eine Sache, die auch – erst – zweieinhalb Jahre nach dem 2. Weltkrieg alles andere als alltäglich war. Der spätere Caporal und Träger der “Médaille militaire” (der höchsten militärischen Auszeichnung Frankreichs für Mannschafts- und Unteroffiziersdienstgrade) berichtet darüber, wie er sich im Februar 1948 als 15jähriger Junge –kurz nach dem Krieg ohne Perspektive in Deutschland- auf den Weg nach Frankreich macht, um der sagenumwobenen Fremdenlegion, der Legion Etrangére, beizutreten. Seinerzeit benötigte Frankreich zahlreiche Soldaten für sein in Indochina (das Gebiet des heutigen Laos, Kambodscha und Vietnam) eingesetztes Expeditionscorps. Es herrschte jedoch auch kein Mangel an Bewerbern, vor allem nicht aus Deutschland und den Ländern seiner ehem. Verbündeten des 2. Weltkriegs. So war die Chance für einen 15jährigen, bei der Legion aufgenommen zu werden, eher gering. Karl-Heinz Krause jedoch wurde aufgenommen, seinem großem Wunsch entsprechend, welcher nicht zuletzt auch „Problemen“ mit der russischen Besatzungsmacht in seinem ostdeutschen Heimatort und der Angst für unabsehbare Zeit in einem Sowjet-Lager in Sibirien zu verschwinden geschuldet war. Aufgrund seines jungen Alters zunächst kurzfristig “auf einem Abstellgleis geparkt”, zum arbeiten in eine Hotel-Küche geschickt, setzte er schließlich im Februar 1948 als Teil eines Kontingents “Engagés volontaires” (freiwillige Bewerber) mit dem Linienschiff „Marigot“ von Marseille nach Oran/Algerien über und wurde von dort aus weiter nach Sidi-Bel-Abbes transportiert, der berühmten “Stadt der Fremdenlegion” in der sich mehr als 100 Jahre -bis 1962- ihr Hauptquartier befand. Nach der administrativen Eingliederung dort wurde Krause 3 Wochen später zur Grundausbildung in den „Gebirgszug“ (Section de Montagne) der 2. Kompanie, des I./5. REI, welches in Tunesien stationiert war, versetzt. Nach der für damalige Legionsverhältnisse mit mehr als 12 Monaten sehr langen (es wurden Soldaten für Indochina gebraucht) und gründlichen Ausbildung und Vorbereitung auf den Einsatz in Indochina, welche vom Autor sehr anschaulich und ohne jegliche Übertreibungen beschrieben wird, war es dann Anfang Juni 1949 soweit: Krauses Bataillon, mittlerweile das III./6. REI, zu dessen 10. Kompanie er nun gehörte, verlegte gemeinsam mit dem V./4. REI nach Indochina, wo aus diesen beiden Einheiten das I. und II./5. REI neu formiert wurde. Er war jetzt der „Legionnaire de 2eme Classe“ Krause, im 5eme Regiment Etranger de Infanterie (5e REI), dem “Regiment von Tonkin”. Von nun an bestimmt der Kampf mit den kommunistischen Viet-Minh den Alltag des Regiments, seiner Bataillone, Kompanien und Sectionen (Züge) und somit auch 4 Jahre lang (Krause lässt sich nicht –wie es möglich und üblich ist- nach 2 Jahren Indochinaeinsatz zurück nach Nordafrika, in der Regel Algerien, versetzen, sondern „prolongiert“ für 2 weitere Jahre in Indochina) das Leben von Karl-Heinz-Krause und seinen Kameraden, die zum ganz überwiegenden Teil Deutsche waren, wie seinerzeit überhaupt 50-75% der Mannschaften und Unteroffiziere der gesamten Fremdenlegion Deutsche waren. Diesen „Kriegsalltag“ voller militärischer Operationen im Kreise seiner Kameraden schildert Krause, der zwischenzeitlich im Rahmen einer „Feldbeförderung“ („au feu“ – „im Feuer“) zum Caporal befördert wird, sehr spannend und detailreich unter Nennung der konkreten Kampfschauplätze, der eingesetzten Einheiten und deren Kommandeure. Der Autor gewährt seinen Lesern somit einen kleinen, aber sehr realen, Einblick in einen Krieg, den Frankreich für den und mit Unterstützung des Westen(s), allen voran den USA, gegen den Kommunismus führt, der am 07. Mai 1954 mit der Niederlage des französischen Expeditionscorps in der Schlacht von Dien Bien Phu endet, Frankreichs Kolonialzeit in Indochina beschließt und für zahlreiche Legionäre, welche die Kämpfe bei Dien Bien Phu überlebt hatten, den Marsch in die Gefangenlager des Viet-Minh bedeutete. Letzteres blieb Karl-Heinz Kraus erspart, da er bereits 15 Monate zuvor, im Februar 1953, seinen insgesamt 5 Jahre dauernden Dienst in der Fremdenlegion beendete, und „als alter, erfahrener Soldat“ -20 Jahre jung- nach Deutschland zurückgekehrt war, eine Familie gründete, beruflich -als Polizeibeamter- Karierre machte und leider im März 2011, an seinem 79. Geburtstag, kurz vor dem Erscheinen seines Buches, verstorben ist. „Barfuss im Reisfeld“ – ein spannend erzähltes, sehr lesenswertes Werk, das bei keinem, der sich für die Legion Etrangere und insbesondere ihre Indochinaepoche interessiert, im Bücherschrank fehlen darf und sollte.


Die Facetten der französischen Fremdenlegion
von Alexander Stelzl

Alexander Stelzl berichtet von seiner Dienstzeit in der französischen Fremdenlegion 1959–1964 in Algerien und seiner Zeit als Ancien in der Amicale München, einem Zusammenschluss ehemaliger Legionäre, bis zum heutigen Tag.

Eindrucksvoll schildert er in facettenreichen Momentaufnahmen seine Ausbildung an den Waffen und im Gelände, Operationen gegen die nationale Befreiungsarmee (ALN) Algeriens entlang der tunesischen Grenze und Kampfeinsätze gegen Aufständische im unwegsamen Terrain zwischen der Sahara und dem Atlasgebirge. Er berichtet ebenso vom Alltag der Legionäre, von Freundschaften und prägenden Erlebnissen, die er während seiner 5-jährigen Dienstzeit erfahren hat. Der Autor zeigt auch, dass die Kameradschaft der Legionäre über Jahrzehnte Bestand haben kann, und er gibt Einblicke in das Leben als Ancien, als ehemaliger Fremdenlegionär in Deutschland. Ein Leben voller Aktivität, begleitet von der französischen Fremdenlegion – denn niemand wird von Frankreich vergessen.

Rezension des Webmasters:

Der Autor beschreibt seine Dienstzeit in der französischen Fremdenlegion in Algerien, wo er unter anderem in einer der berühmten “Sahara-Kompanien” (Compagnies méharistes sahariennes) Dienst tat, genauer gesagt in der 1er C.S.P.L. (1. Compagnie saharienne portée de la Légion étrangère – 1. motorisierte Sahara-Kompanie). Aus dieser Zeit schildert der Autor Kampfeinsätze gegen die Rebellen der ALN, dem bewaffneten Arm der FLN (Freiheitsbewegung Algeriens). Darüber hinaus war Alexander Stelzl in Verwaltungs-, Logisitk-, und Versorgungseinheiten auf Regimentsebene eingesetzt, worauf er ebenfalls detailreich eingeht. Dies ist ein besonders interessanter Aspekt an diesem Buch, da die Legion in der deutschen Öffentlichkeit als reine “Kampfmaschinerie” wahrgenommen wird. Auch in anderen Legions-Biografien wird wenig bis gar nicht über die “Administratif-, Soutien- und Logistique-Einheiten der Legion berichtet, ohne die die beste Kampfeinheit nicht funktionieren kann.

Abschliessend geht der Autor noch auf seine Vereinstätigkeit bei der Amicale München, einem Zusammenschluss ehemaliger Fremdenlegionäre ein.


Fremdenlegionär Peter Karsten
von Horst Triebe

Die Fremdenlegion ist ein Mythos und jeder meint, einen wenn auch noch so ungefähren Begriff davon zu haben. Doch wie sieht es wirklich aus in dieser in jeder Hinsicht so ungewöhnlichen Armee? Dieses Buch gibt darüber Auskunft. Es ist, wie der Autor in seinem Nachwort schreibt, nicht aus der Offiziersperspektive geschrieben, sondern aus der Sicht derjenigen, die diese Armee letztendlich ausmachen. Die, die vor Ort sind, die in die Krisengebiete verlegt werden und die, die mit ihrem Leben dafür einstehen. Von ihren Schicksalen würde jedes ein ganzes Buch füllen, hier wird eines exemplarisch beschrieben.

Peter Karsten leistet seinen Dienst in einem Fallschirmjägerregiment, dem traditionsreichen 2. REP. Wie er zur Legion kam, wie er dort seinen Weg machte und wie so sein ganzes Leben entschieden wurde, all das wird in trockenem Ton, aber mit einem schelmenhaften Humor erzählt. Doch es braucht nur kleine Andeutungen, um die hinter der Lakonie verborgenen Gefühle umso stärker hervortreten zu lassen. Die plastische Darstellung des Kasernenalltags spart auch manche Derbheit in den Gesprächen der Legionäre nicht aus, doch es dominiert immer die Mitmenschlichkeit, die Zuversicht, dass Menschen auch in der völligen Fremde Gleichgesinnte treffen können. Und nicht nur das, sie können auch, wie es der Autor beschreibt, in dieser Zeit ihre Familie gründen. Indem das Buch zeigt, wie man in unbekannten Gewässern dennoch seinen Kurs findet und hält, ist es von einer unbedingten Aktualität für die Unsicherheit, mit der heute jeder konfrontiert ist.

Rezension des Webmasters

Horst Triebe veröffentlichte sein Werk im Eigenverlag (Books on Demand), hatte also keine professionellen Layouter, Korrekturleser oder sonstige professionelle Helfer an seiner Seite, was dem Werk teilweise anzumerken ist, es jedoch nicht weniger sympathisch macht. In den einschlägigen Bewertungsportalen im Internet wird das Buch teilweise sehr schlecht bewertet, was einigermaßen erstaunlich ist, denn es hält durchaus, was es verspricht: Die eigenen Erlebnisse eines Legionärs des 2e R.E.P. in Algerien. Offensichtlich entsprechen die Vorstellungen einiger der Bewertenden, wie der Alltag mancher Legionäre im Algerienkrieg aussah nicht dem, “wie es wirklich war”. Und genau diese, seine eigene Wirklichkeit beschreibt Horst Triebe in diesem Buch und dies in einer durchaus flüssigen Erzählweise, die nicht nur seinen Dienst in der Legion betrifft, sondern auch sein Privatleben während seiner Zeit in Algerien. Letzteres fehlt in vielen anderen Legions-Biografien aus Algerien, was jedoch dem Umstand geschuldet ist, dass die Verfasser oft nur die 5jährige Mindestdienstzeit in der Fremdenlegion absolvierten, demgemäß in der Regel maximal den Dienstgrad eines Caporal (Obergefreiten) innehatten und sich ihre Freizeit, die sie außerhalb der Kaserne verbringen durften, in Grenzen hielt. “Peter Karsten” jedoch beschritt in seiner 12jährigen Legionszeit die Unteroffizierslaufbahn und hatte bei seiner Entlassung aus der Legion den Dienstgrad eines Sergent-Chef (Oberfeldwebel) inne, was zur Folge hatte, dass er über sehr viel mehr Privatleben außerhalb der Kaserne verfügte, als ein “Dieuxeme Pomp” (Legionsbegriff, etwa vergleichbar mit “Schütze Arsch”). Insofern verknüpft er in seinem Buch militärische und private Erlebnisse während des Algerienkrieges zu etwa gleichen Teilen, was es besonders interessant macht.

Fazit: Für Leser die Geschichten über ständig im Kampf stehende Legionäre suchen, ist das Buch ungeeignet. Auch Lesern, die von der “Materie Fremdenlegion” bisher wenig oder keine Ahnung haben, ist es nur bedingt zu empfehlen. Für alle die, die einen authentischen Bericht eines REP-Mannes aus dem Algerienkrieg lesen möchten, Begriffe und Zusammenhänge auch große Erklärungen für Laien einordnen können, ist es ein überaus spannendes Werk.


Einige der hier vorgestellten Bücher (die lfd. Nummern 5 bis 10) sind im mit uns befreundeten Verlag “epee-edition” erschienen. Hier gelangen Sie direkt zum Online-Shop des Verlages. Durch einen Klick auf das Logo unterhalb gelangen Sie zur Hauptseite des Verlages.

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