Besoldung

Angehörige der Fremdenlegion werden grundsätzlich so besoldet, wie auch der Rest des französischen Heeres. Neben dem „Grundsold“ gibt es diverse Zulagen, z.B. für „Tage im Gelände“ (auf einem Truppenübungsplatz) , was bei Legionskampfeinheiten recht häufig pro Jahr vorkommt, oder Einsätze im Rahmen der Anti-Terror-Mission „Sentinelle“ (Bewachung von Flughäfen / Bahnhöfen). Die Fallschirmjäger des 2e R.E.P. erhalten einen Zuschlag „TAP“ (troupes aeroportes) – Zuschlag für Luftlandetruppen. Bei Stationierungen in einem der Überseeregimenter der Legion (3e R.E.I. und D.L.E.M.) wird ein „Übersee-Departement-Zuschlag“ gezahlt (siehe auch weiter unten). Dazu werden „Einmalprämien“ (Entfernungsprämie, Umzugsprämie) gezahlt, die in 2-3 Raten ausgezahlt werden). Im Falle des 3e R.E.I. ist das die INSDOM, im Falle des DLEM die ELOI. Der Zuschlag „TAP“ beträgt im Schnitt (je nach Dienstgrad und Dienstzeit) 200,00 bis 300,00 Euro. Bei Auslandsmissionen, z.B. sog. Präsenzmissionen in Afrika oder Kampfeinsätzen, wie aktuell in Mali, wird das 1,5 bis 3 fache des normalen Soldes gezahlt – je nach Art des Einsatzes. Insgesamt ist das „Zulagen- und Prämiensystem“ der französischen Armee recht kompliziert gestaltet.

Legionäre bis einschließlich Dienstgrad Caporal haben sowohl Unterkunft in der Kaserne als auch die Verpflegung während der Dienstzeit gratis. Auch ihre Dienstbekleidung und persönliche Ausrüstung bekommen sie umsonst gestellt. 

Unterhalb sehen Sie eine Tabelle mit der ungefähren Soldhöhe (ohne Zuschläge) bei Erreichen des jeweiligen Dienstgrades. 

DienstgradDienstzeitSold in €
Legionär10 Monate1.320 €
Caporal3 Jahre1.348 €
Caporal-Chef10 Jahre1.433 €
Sergent7 Jahre1.486 €
Sergent-Chef10 Jahre1.950 €
Adjudant17 Jahre2.210 €
Adjudant-Chef21 Jahre2.280 €

Während einer Stationierung im Rahmen einer „Sejour“ (3-jährige Stationierung in einem Überseeregiment) im 3e Regiment Etranger in Französisch-Guyana wird ein Aufschlag (sog. MAJDOM) von 25% auf den Grundsold gezahlt, zzgl. weiterer Prämien, z.B. für eine Verwendung im C.E.F.E., der dortigen Dschungelkampfschule. Im D.L.E.M. auf der Insel Mayotte gibt es diesen Aufschlag ebenfalls. Wird der Legionär von seiner Familie nach Franz.-Guyana begleitet, werden für die Ehefrau und jedes Kind ebenfalls Zuschläge gewährt. Angehörige des 2e REP verlieren jedoch während dieser Zeit den Anspruch auf die Zulage „TAP“ (Zulage für Luftlandetruppen)

Nach einer Dienstzeit von mindestens 17,5 Jahren erwirbt der Legionär einen Anspruch auf eine sofortige Rentenzahlung nach seinem Ausscheiden, deren Höhe sich nach Dienstzeit, Dienstgrad, Anzahl der Auslandsmissionen, Zeiten in Überseeregimentern usw. richtet.

Beispiel: Ein 20 jähriger, der 1983 engagiert hat, nicht bei den Fallschirmjägern war,  2 oder 3 Auslandsmissionen á 3 Monate hatte, sowie 3 mal 2 Jahre in einem Überseeregiment stationiert war, bekommt nach 21 Jahren Dienstzeit (also mit 41 Jahren) und Enddienstgrad Caporal-Chef ca. 1.350,00 € monatlich. Ein höherer Dienstgrad, viele Jahre Dienstzeit bei den Fallschirmjägern, sowie häufigere Auslandsmissionen können diesen Betrag noch signifikant erhöhen. 


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